StartAktuellesAnträgeDatenschutzerklärungAsylEhrenamtBürgerinfoIhre FDP TermineKontaktWahlenFinanzen
News FDP LV BayernNews des BundesverbandesUlm und Alb-DonauTagesschauSpiegel online 

Termine

01. Mai - 30. September 2019, 11:49 - 11:50 Uhr
Neu-Ulm... Open .. viele Konzerte...

weitere Termine

Presse

Informieren Sie sich direkt über das Lokalgeschehen – wir haben Ihren direkten Draht zur Presse:

Medien

Und hier geht's zu den überregionalen Medien:

Kontakt

Politik ist auch weiblich? Sie muss auch weiblich sein!

25. November 2017

Lesen SIE bitte die SWP... in der FDP Fraktion sind 2 Frauen und 2 Männer...

Politik ist auch weiblich

Leitartikel Chirin Kolb über die Aktion „Mehr Frauen in den Gemeinderat“


Es ist nicht so, dass Frauen per se eine bessere Politik machen als Männer. Unter weiblichen Abgeordneten oder Stadträten gibt es welche, die sich mit mehr Herzblut und Einsatzbereitschaft in ihre Aufgabe knien, die mehr politisches Gespür entwickeln und ihre Ziele engagierter verfolgen. Es gibt welche, die geradezu prädestiniert scheinen für das politische Geschäft und andere, bei denen die Kompetenz wohl doch eher auf anderen Gebieten liegt. Genau wie bei ihren männlichen Kollegen eben.


Dennoch ist es wichtig, dass dem Gemeinderat mehr Frauen angehören. Das nur scheinbar banalste Argument: Sie stellen gut die Hälfte der Bevölkerung und sollten entsprechend repräsentiert sein – was im Übrigen auch für die rund 20 Prozent Ulmer mit Migrationshintergrund gilt. Zudem braucht die Politik gerade auch im Kommunalen weibliche Sichtweisen und Eigenschaften.


Das betrifft keineswegs nur klassisch weibliche Themen wie Soziales, Kinderbetreuung und Schule, zu denen Frauen schon allein deswegen häufig eine größere Nähe haben, weil diese ihre Lebenswelten immer noch in viel stärkerem Maß betreffen als das bei Männern der Fall ist. Die weibliche Sicht ist selbstverständlich auch auf vermeintlich harten Gebieten wie der Stadtplanung wichtig. Barrierefreiheit, Beleuchtung der Straßen und Plätze, Sicherheit im öffentlichen Raum sind nur ein paar Beispiele für Themen, denen Frauen oft in einer anderen Sensibilität begegnen als Männer. Und ein lokales Bündnis gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel gerade aus Donauländern, dessen Ziele sich nun auch die Stadt Ulm auf die Fahnen geschrieben hat, würde es ohne den Einsatz von Stadträtinnen gar nicht geben.


Frauen sind Altenpflegerinnen, Architektinnen, Unternehmerinnen, sie können ihr Fachwissen genau so gut einbringen wie Männer. Gemeinsam können sie eine bessere Politik machen zum Wohle der ganzen Stadt und ihrer Bewohner.


Im Ulmer Gemeinderat ist die Quote derzeit nicht schlecht: Ihm gehören 18 Frauen und 22 Männer an. Dass das Verhältnis bei der nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2019 so bleibt, ist beileibe kein Selbstläufer. Deshalb ist die überparteiliche Kampagne „Mehr Frauen in den Gemeinderat“ sinnvoll – nicht nur in Ulm. In Neu-Ulm sitzen 16 Frauen und 28 Männer im Stadtrat, in vielen ländlichen Räten ist das Missverhältnis noch deutlich krasser.


zurück