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23. Juni 2018

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50 000 Schüler ohne Abschluss
Bildung Vor allem ausländische Jugendliche scheitern nach einer neuen Studie häufig schon in der Hauptschule. Ministerin Karliczek will deshalb vor allem eines: Mehr Lehrer

Von Martin Ferber und Rudi Wais

Berlin/Augsburg Schulen und Kindergärten macht die Flüchtlingskrise offenbar mehr zu schaffen als bislang vermutet. Nach einer Studie im Auftrag der Kultusministerkonferenz hat die Zahl der Jugendlichen, die ihre Schule ohne Abschluss verlassen, nach einem langjährigen Rückgang im Jahr 2016 wieder zugenommen. Dabei, so der Bericht, handle es sich „vornehmlich um einen Anstieg bei ausländischen Jugendlichen“. In den Kindergärten und Kindertagesstätten ist die Zahl der Kinder, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, innerhalb von zehn Jahren deutlich gestiegen – und zwar von 363 000 auf 553 000.

Insgesamt beendeten im Jahr 2016 knapp 50 000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss, das sind sechs Prozent aller Absolventen. Jeder zehnte Jugendliche schafft danach in der 9. Klasse nicht einmal den Mindeststandard beim Lesen, gleichzeitig aber ist der Anteil der Absolventen mit Abitur binnen zehn Jahren von 34 auf 43 Prozent gestiegen. Ob Jugendliche ein Studium aufnehmen, hängt dabei weiter stark mit dem Elternhaus zusammen. Nur knapp ein Viertel der Kinder von Eltern ohne Abitur studieren, bei Akademikerkindern liegt der Anteil bei mehr als drei Vierteln. Von den neu Zugewanderten über 15 Jahren hat mehr als die Hälfte bisher keinen Schulabschluss.

Obwohl der Bericht auch regionale Unterschiede moniert, verteidigte Bildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek in einem Interview mit unserer Zeitung den Bildungsföderalismus: „Es ist wichtig, dass die Entscheidungen so nah wie möglich dort getroffen werden, wo sie auch ihre Auswirkungen haben.“ In Ländern mit einem zentralistischen Bildungssystem seien die Ergebnisse nicht besser. „In unserer mobilen Welt müssen wir allerdings dafür sorgen, dass die Verhältnisse zwischen den Bundesländern vergleichbar sind und überall gleichwertige Bedingungen herrschen.“

Gleichzeitig warnte die CDU-Politikerin davor, die akademische und die berufliche Bildung gegeneinander auszuspielen. „Wichtig ist, dass jeder junge Mensch seinen Weg gehen kann.“ Sie sei „entschlossen“, die berufliche Bildung als „gleichwertigen Strang neben der akademischen Bildung neu aufzustellen“. Ausdrücklich forderte sie, dass Lehrern wie Erziehern mehr Wertschätzung entgegengebracht werde. „Der Lehrerberuf steht vor neuen Herausforderungen, weil viele gesellschaftlichen Probleme in die Schule hineingetragen werden.“ Die Länder rief die Ministerin auf, mehr Studienplätze anzubieten, „damit es wieder genügend Lehrer gibt“.

Trotz vieler Reformen sei es bisher nicht gelungen, „Bildungsungleichheiten entscheidend zu verringern“, kritisieren die Autoren der Studie, eine Gruppe von Wissenschaftlern aus verschiedenen pädagogischen Forschungseinrichtungen. So gingen junge Erwachsene mit Migrationshintergrund seltener auf eine Hochschule als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar und das Interview mit Anja Karliczek in der


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