StartAktuellesAnträgeDatenschutzerklärungAsylEhrenamtBürgerinfoIhre FDP TermineKontaktWahlenFinanzen
News FDP LV BayernNews des BundesverbandesUlm und Alb-DonauTagesschauSpiegel online 

Termine

01. Mai - 30. September 2019, 11:49 - 11:50 Uhr
Neu-Ulm... Open .. viele Konzerte...

weitere Termine

Presse

Informieren Sie sich direkt über das Lokalgeschehen – wir haben Ihren direkten Draht zur Presse:

Medien

Und hier geht's zu den überregionalen Medien:

Kontakt

Das Münster.. Teil eines Weltkulturerbes...

10. Juli 2018

Lesen SIE bitte die SWP..

iel ist die Unesco-Liste

Kulturerbe Münsterbaumeister aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz haben in Ulm ihre gemeinsame internationale Bewerbung konkretisiert. Von Verena Schühly


Ende März ist es offiziell geworden: Die Ulmer Münsterbauhütte trägt gemeinsam mit Freiburg und Köln die Auszeichnung „immaterielles Kulturerbe“ Deutschlands. Die nationale Unesco-Kommission hat die Hütten wegen ihrer Handwerkstechniken, die über die Jahrhunderte bewahrt wurden und nach wie vor weitergegeben werden und deren Ziel der Erhalt der historischen Großkirchen ist, ins Register der guten Praxisbeispiele aufgenommen.


Doch damit ist nicht genug: Ulm und andere Bauhütten sind schon auf dem Sprung zur nächsten Ebene, zum internationalen immateriellen Unesco-Kulturerbe. Deshalb sind gestern in Ulm Hüttenchefs und Vertreter aus 13 deutschen Hütten sowie aus Frankreich, Österreich und der Schweiz zusammengekommen, um ihre gemeinsame Bewerbung in Paris voranzubringen. Es war das vierte Arbeitstreffen diesbezüglich, organisiert hat es Münsterbaumeister Michael Hilbert.


Wie seine Freiburger Kollegin Yvonne Faller erläuterte, gibt es Interessensbekundungen aus zehn deutschen Städten, die ebenfalls Bauhütten haben, auch wenn diese nicht so groß und anders organisiert sind. Die „Aufsattler“ sind: Aachen, Bamberg, Dresden, Lübeck, Mainz, Passau, Regensburg, Schwäbisch, Gmünd, Soest und Xanten. Die Entscheidung, wer aufgenommen wird, fällt Mitte September.


Parallel dazu läuft das internationale Verfahren. „Bei dem sitzt Frankreich auf dem Fahrersitz“, sagte Faller. Das bedeutet: Deutschland, Österreich, Schweiz und Norwegen haben nur die Rolle von Beifahrern. Norwegen ist mit dem Nidarsdom in Trondheim mit von der Partie, auch wenn gestern in Ulm kein Vertreter zugegen war.


Der Zeitplan sieht vor, dass das internationale Dossier bis spätestens Ende März 2019 in Paris vorliegen muss. Es durchläuft erst eine formale Prüfung, dann entscheidet von Oktober 2019 an eine 24-köpfige Expertenrunde über den Inhalt der Bewerbung. Diese wird im Oktober/November 2020 bekannt gegeben.


Zusätzlich zum schriftlichen Dossier wird es einen zwölfminütigen Film geben: eine „visuelle Bewerbung“, so Michael Hilbert. Er hat dafür den Ulmer Filmemacher Günter Merkle mit ins Boot genommen. Dieser hatte schon einen Film über die Ulmer Hütte gedreht. Den gestrigen Tag hat Merkle mit der Kamera genutzt, um bei den internationalen Teilnehmern O-Töne zu sammeln.


Sabine Bengel aus Straßburg erinnerte daran, dass im Mittelalter die Steinmetz-Gesellen von einer Hütte zur anderen wanderten und so Wissen transportierten. Das länderübergreifende Netzwerk ist nach wie vor aktuell (siehe Info-Kasten). Johannes Schubert aus Xanten ergänzte: „Früher hat man die Kirchen gemeinsam gebaut, heute restaurieren wir sie gemeinsam.“ Wichtig ist auch der kollegiale Austausch, wie über Erfahrungen mit den Einsatz modernster Techniken. „Wir leisten Amtshilfe, das ist gut geübte Praxis unseres Miteinanders“, formulierte der Kölner Dombaumeister Peter Füssenich.


Als dritten Teil ihrer Bewerbung haben sich die Baumeister etwas Besonderes ausgedacht: eine Fiale aus 18 Teilen, in Anlehnung an eine gotische Turmspitze. Jede der beteiligten Bauhütten fertigt einen Stein aus einem für sie typischen Material und in ihrer Formensprache. „So haben wir etwas Haptisches, in das sich alle einbringen“, erläuterte Uwe Zäh aus Freiburg und Initiator des Gemeinschaftswerks.


zurück