StartAktuellesAnträgeDatenschutzerklärungAsylEhrenamtBürgerinfoIhre FDP TermineKontaktWahlenFinanzen
News FDP LV BayernNews des BundesverbandesUlm und Alb-DonauTagesschauSpiegel online 
 

Anträge

16. Januar 2019
Klimaanalyse für die Stadt Neu-Ulm..

weitere Anträge

 

Presse

Informieren Sie sich direkt über das Lokalgeschehen – wir haben Ihren direkten Draht zur Presse:

Medien

Und hier geht's zu den überregionalen Medien:

Kontakt

SPORT die Turner aus Pfuhl auf dem Weg in die Bundesliga?

16. November 2018

wir drücken die Daumen... Lesen SIE die SWP:..

Wo Turnen noch längst nicht verstaubt ist

TSV Pfuhl Das jüngste Team der zweiten Liga bestreitet am Samstag gegen Exquisa Oberbayern seinen wichtigsten Kampf – und träumt von der Bundesliga. Von Gerold Knehr


Es ist ein trister Novemberabend. Nebelschwaden liegen über Pfuhl, kaum ein Mensch ist auf der Straße. Ein Ort im Neu-Ulmer Stadtteil jedoch ist voller Leben: das Turnzentrum. In der Nebenhalle üben die Cheerleaderinnen, im Haupttrakt drängeln sich Kinder und Teenies um Turngeräte, um die andernorts oft ein großer Bogen gemacht wird. Es riecht nach Anstrengung und Schweiß. „In Pfuhl geht man nicht ins Fitness, sondern zum Turnen“, schmunzelt Jochen Scheuerer, der erste Vorsitzende des Fördervereins Turnen Pfuhl.


Die Zweitligaturner sind im Gewimmel kaum auszumachen. Sie bereiten sich auf ihren vorläufigen Saisonhöhepunkt vor. Am Samstag (18 Uhr, Schulzentrum) kommt zum Abschluss der Ligakämpfe der Tabellenzweite Exquisa Oberbayern (10:2 Zähler) zum punktgleichen Dritten TSV Pfuhl. Sollten die Pfuhler mit einem Sieg die 2. Bundesliga Süd als Zweiter beenden, käme es zu einem Aufstiegskampf (siehe Info). Dort noch ein Erfolg, und der TSV Pfuhl wäre erstklassig.


Noch ist es nicht soweit, erst einmal steht der morgige Auftritt im Fokus. „Es wird ein Wettkampf auf Augenhöhe. Am Samstag wird es darauf ankommen, wer die bessern Nerven hat – und welcher Trainer die bessere Strategie“, sagt Timo Rister und blickt verschmitzt zum neben ihm stehenden Rolandas Zaksauskas, seinem Coach. Der Barren-, Seitpferd- und Reck-Spezialist ist mit gerade mal 17 Jahren der beste Punktesammler seines Teams und leistungsmäßig fast schon als Routinier zu betrachten. Sein Mitstreiter Alexander Kunz ist erst 15. „Wir haben die jüngste Mannschaft der 2. Liga“, klärt Scheuerer auf.


Dennoch scheut der TSV Pfuhl vor dem Thema Bundesliga nicht zurück. „Natürlich würde es für uns dort extrem schwer werden. Aber die Erfahrung, gegen Weltklasseturner antreten zu können, wäre für unsere Jungs unbezahlbar“, sagt Zaksauskas.


Unbezahlbar? Größere Vereine wie der derzeitige Tabellendritte KTV Obere Lahn und der MTV Stuttgart, bei dem einst Fabian Hambüchen geturnt hat, ziehen sich nach dieser Saison aus der Bundesliga zurück. Auch der TSV Pfuhl ist finanziell keineswegs sorgenfrei. Dennoch würden die Verantwortlichen der Turnabteilung vor dem Abenteuer nicht zurückschrecken. „Wir würden uns das finanziell zutrauen“, sagt Scheuerer.


Die Zuversicht leitet sich ab von der besonderen Struktur der Pfuhler Turnabteilung. Während der morgige Gegner Exquisa Oberbayern sich aus Turnern aus Unterhaching, Weilheim und Mühldrorf rekrutiert, ist der TSV Pfuhl noch der klassische Verein mit vielen Eigengewächsen. Hier warten auf die Sportler nicht die großen Prämien, stattdessen sind sie eingebettet in ein bodenständiges Umfeld – und auch mit kleinen Anerkennungen zufrieden. Nach dem Sieg vor einer Woche in Schiltach lud Scheuerer die Turner in einen Schnellimbiss ein. „Einer hat mich gefragt, ob er auch eine große Cola bestellen dürfe“, schmunzelt der Fördervereins-Vorsitzende.


Große Cola als Motivation


Morgen nun gilt es. Der Trainer will sich noch nicht festlegen, ob er seine Jungs eher sicher turnen lässt oder eine eine eher riskante Variante wählt. Auf den Ausländerpositionen werden der Litauer Tomas Kuzmickas und der Engländer Joshua Nathan dabeisein. Rokas Guscinas muss wohl zusehen, sein Einsatz wäre nach einer Verletzung zu riskant.


Ein volle Halle mit knapp 900 Zuschauern, die den TSV leidenschaftlich anfordern – das könnte morgen den Ausschlag geben, hofft Scheuerer. Angesichts der Begeisterung im Ort, wo Turnen längst nicht als verstaubt gilt, sollte sich dieser Wunsch erfüllen lassen.


zurück