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Mikroplastik in der Doanu.. wir alle können etwas dagegen tun!

03. Januar 2019

Lesen SIE bitte die NUZ...

Sogar in der Donau schwimmt Mikroplastik
Kunststoff Umweltschützer schlagen Alarm und appellieren an Verbraucher und Händler. Es gibt bereits lokale Vorbilder

Von Sebastian Mayr

Landkreis Neu-Ulm/Ulm Immer wieder tauchen in den Nachrichtensendungen schockierende Bilder von Tieren auf, die an Mikroplastikteilen im Meer verendet sind. Doch das Problem besteht nicht nur in den Ozeanen – auch die Donau ist einem Forscher aus Bayreuth zufolge mit Kleinstkunststoff verschmutzt.

Jetzt haben die örtlichen Ehrenamtlichen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Alarm geschlagen. Sie appellieren an die Verbraucher, Plastikmüll zu vermeiden – und fordern die lokalen Händler auf, auf Kunststoffverpackungen zu verzichten. Ein Vorbild gibt es im Landkreis Neu-Ulm schon: Der Markt „Klare Kante“, der sämtliche Waren unverpackt anbietet, hat im Frühjahr in Weißenhorn eröffnet. Geht es nach dem BUND, sollen andere Händler nachziehen – und Wirte auf Plastikgeschirr verzichten.

Auch in Ulm gibt es eine Einrichtung mit Vorbildcharakter: Die Kläranlage verfügt über eine sogenannte vierte Reinigungsstufe. Bei diesem Verfahrensschritt werden Mikroschadstoffe im Abwasser eliminiert. Moderne Kläranlagen sind in der Regel nur dreistufig. Das schädliche Plastik bleibt also meistens im Wasser. Das geht aus einer Veröffentlichung der Initiative Mikroplastik hervor, in der sich Forscher zusammengeschlossen haben. Die Wissenschaftler wollen unter anderem erreichen, das weniger Mikroplastik in die Gewässer gelangt.

Geht es nach den regionalen Umweltaktivisten vom BUND, soll die Verwendung von Kunststoffpartikeln schon bei der Herstellung von Kosmetikprodukten vermieden werden. Denn Kleinstkunststoff aus Zahncreme, Duschgel oder Peeling gelangt durch Abwasser in die Flüsse. Die Auswirkungen auf den Menschen sind noch nicht ausreichend erforscht. Doch bei Tieren veränderten die Kunststoffe den Hormonhaushalt, warnen die BUND-Verantwortlichen aus Ulm und dem Alb-Donau-Kreis.

Der BUND appelliert nicht nur an Wirtschaft und Politik, Verfahren und Gesetze zugunsten der Gewässer und der Menschen zu verändern. Er gibt auch Ratschläge an Verbraucher. Diese können Stofftaschen, Körbe oder Rucksäcke zum Einkaufen mitnehmen, Naturkosmetik und Kleidung aus Naturfasern kaufen, Spül-, Reinigungs- und Waschmittel ohne Mikroplastikzusätze nutzen und aus eigenen Bechern statt aus „To-go“-Einmalbecher zu trinken.

Schon jetzt bieten Händler und Gastronomen in Ulm und im Landkreis Neu-Ulm sogenannte Recup-Becher an, die wiederverwendbar sind und gegen ein Pfand ausgegeben werden. Das System soll helfen, die Flut an Einweg-Müll zu dämmen. Bald gibt es den Becher auch mit einem eigenen regionalen Design. Er soll Mitte Januar im Ulmer Rathaus vorgestellt werden.

Diese Mikroplastik-Teilchen stammen aus einem Fluss in Mecklenburg-Vorpommern. Auch die Donau ist davon betroffen. Symbolfoto: Bernd Wüstneck, dpa


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