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TEVA Ratiopharm... das BIO Zentrum kommt....

16. Juni 2017

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Wieder Wechsel bei Teva

Pharma Deutschland-Chef Markus Leyck Dieken übernimmt eine neue Position im Konzern. Bei Ratiopharm fällt der Startschuss für das Biotech-Projekt: am 29. Juni. Von Frank König


Erneut ein überraschender Wechsel an der Spitze des Arzneimittelherstellers Teva/Ratiopharm: Der zuletzt am Standort Ulm gut verankerte Teva-Deutschlandchef Markus Leyck Dieken (52) wechselt innerhalb des israelischen Pharmakonzerns auf eine Position in den Vereinigten Staaten. Er übernimmt dort das Therapiegebiet Zentrales Nervensystem (ZNS), auf dem Teva mit dem konzernweit wichtigsten Medikament Copaxone gegen Multiple Sklerose vertreten ist. Ein Nachfolger für Teva Deutschland soll noch in diesem Monat benannt werden – vermutlich aus dem Unternehmen heraus und nicht extern.


Der Mediziner Leyck Dieken hatte 2013 die Nachfolge von Sven Dehtlefs angetreten und sich wie sein Vorgänger für den Basketball in Ulm begeistert. Ratiopharm ist sowohl Hauptsponsor des Bundesliga-Teams als auch Namensgeber der Arena in Neu-Ulm. Die Verträge wurden zuletzt bis 2021 verlängert. Dehtlefs, der bei Teva die Ratiopharm-Übernahme von Merckle begleitet hatte, ging dann vor rund vier Jahren in die Konzernzentrale nach Israel und übernahm die Verantwortung für die globale Produktion des weltweit größten Generikaherstellers.


Sein Nachfolger Leyck Dieken stand zuletzt ein Stück weit in der Schusslinie, nachdem Teva im Zuge des Übernahme des gleichgelagerten Unternehmens Actavis mehrfach Sparprogramme und Personalabbau angekündigt hatte. Bei den jüngsten Stellenstreichungen hielt Teva am Standort Ulm annähernd 100 Kündigungen für wahrscheinlich. Bei der Arbeitsagentur Ulm ging, wie berichtet, sogar eine Anzeige zu Massenentlassungen ein. Teva beschäftigt am Deutschland-Sitz Ulm und mit dem zugehörigen in Werk Blaubeuren-Weiler etwa 2500 Mitarbeiter. Dazu kommt der Standort Berlin, so dass es im Inland insgesamt etwa 2900 Beschäftigte sind. Zum Verantwortungsbereich Leyck Diekens gehörte auch Österreich.


„Strategische Stärke“


In einer am Mittwoch veröffentlichen Mitteilung lobt Teva die „langjährige Expertise, strategische Stärke und innovative Denkweise“ Leyck Diekens. Es sei ihm auch gelungen, die Marke für Nachahmer-Medikamente (Generika) Ratiopharm zu stärken, die „inzwischen seit 15 Jahren zum ersten Mal wieder die Marke Nummer 1 in Deutschland ist“. Leyck Dieken, der nach verschiedenen Positionen als Geschäftsführer in der Pharmabranche erst Anfang 2013 zu Teva gewechselt war, behält für die Übergangszeit bis zur endgültigen Benennung seines Nachfolgers auch den Job als Teva-Deutschlandchef.


Er hatte immer wieder betont, dass Teva ungeachtet der Abbauprogramme den Standort Ulm zum weltweiten Biotech-Zentrum des Konzerns ausbaut. Für das Projekt „Genesis“ im Werk Donautal war eine Investitionssumme von 500 Millionen Euro genannt worden. Zuletzt waren jedoch auch innerhalb der Belegschaft Zweifel entstanden, ob Teva das Projekt überhaupt noch umsetzt. Das Unternehmen zerstreute nun aber alle Bedenken und nannte erstmals einen Termin für den Spatenstich: 29. Juni.


Demnach wäre es tatsächlich so, dass Teva Ulm zu einem Hightech-Werk mit 300 angekündigten neuen Stellen für spezialisierte Wissenschaftler umbaut – während andererseits in der von Rabattverträgen regulierten und margenschwachen Generikasparte Stellen ins billigere Ausland abwandern. Leyck Dieken hatte bei Bekanntgabe des Personalabbaus im März „extrem niedrige und weitere fallende Preise für Generika-Medikamente“ beklagt.

 


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