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07. Dezember 2017

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Kiosk-Aus mit bitterem Beigeschmack
Ärger Nach zehn Jahren schließt „A2“ an einem der belebtesten Orte in Neu-Ulm. Das Ende für das Büdchen hat offenbar nichts mit mangelnden Umsätzen zu tun

Von Oliver Helmstädter

Neu-Ulm Seit zehn Jahren ist der Kiosk in der Augsburger Straße 2 einer der belebtesten Orte der Stadt. Es gibt Zeitungen, Zeitschriften, Tabakwaren, Geschenkideen und Pächterin Dorothea Kugler oder eine ihrer Angestellten sind immer für einen Plausch gut. Doch damit ist Ende kommender Woche Schluss: Am Freitag, 15. Dezember, wird im „A2“ der letzte Verkaufstag über die Bühne gehen. Aber nicht etwa, weil die Umsätze nicht mehr stimmten.

Die Pächterin beklagt, dass sie ihren kleinen Kiosk, der mit seiner dreieckigen Grundfläche dem Haupthaus an der Augsburger Straße 2 vorgesetzt ist, nicht mehr ungehindert mit Ware beliefern kann. Der Grund: Der Parkplatz direkt hinter dem kleinen Bau wurde vor anderthalb Jahren an die damals neue Ried-Apotheke vermietet. Auch die Kiosk-Pächterin habe sich bei der Hausverwalterin, einer im Haus ansässigen Rechtsanwältin, um den Parkplatz beworben, doch den Zuschlag habe die Apotheke bekommen. Aus Sicht von Kugler völlig irrsinnig: Denn ohne den Parkplatz sei der Kiosk nicht betreibbar, somit werde ein weiterer Leerstand in dem Gebäude sehenden Auges in Kauf genommen. Anderthalb Jahre hätten sie und ihre Mitarbeiterinnen einen „ständigen Eiertanz aufgeführt“ um die Belieferung unter beengten Verhältnissen aufrecht zu erhalten. Nun sei sie mit ihrer Geduld am Ende. „Jetzt habe ich keine Kraft mehr.“

Mit dem Aus für den Kiosk verliere Neu-Ulm nicht nur eine Verkaufsstelle für Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch einen Treffpunkt plus Dienstleistungsangebote: So dienten die knapp 20 Quadratmeter auch als Post („Paket-Shop“) sowie Reinigungs-Annahmestelle. Eine Anfrage bei der Neu-Ulmer Stadtverwaltung durch die Noch-Pächterin habe keine Veränderung gebracht: Auf Privatgrund habe die Behörde keine Handhabe, hieß es seitens des Rathauses. In den vergangenen Jahren wurde der Parkplatz nach Angaben von Kugler von den Pächtern des Café Ups genutzt. Allerdings sei er nicht ständig belegt gewesen, sodass der Kiosk habe meist problemlos beliefert werden können. Jenes Café Ups steht seit zwei Jahren leer. Als Grund für das Aus gaben die Pächter damals überzogene Mietforderungen an. Die 94 Quadratmeter werden derzeit für 990 Euro (plus 300 Euro Nebenkosten) pro Monat angeboten. Auch für den „modernen Kiosk in zentraler Innenstadtlage“ wird im Internet bereits ein Nachmieter gesucht. Für die 2004 gebauten knapp 20 Quadratmeter Kiosk werden 950 Euro pro Monat verlangt. Ein Hinweis könnte die Nachvermietung aus Sicht von Noch-Mieterin Kugler erschweren: „Anfahrt von vorn“ steht im Exposé. Der regionalen Kiosk-Welt bleibt Kugler erhalten: Sie betreibt den „Ulmer Brückenladen“ in der Herdbruckerstraße und den Kiosk „F51“ in der Frauenstraße.

Sabine-Cornelia Rück verkauft im Kiosk A2 nicht nur Zeitungen und Tabakwaren: Auch als Paket-Shop und Reinigungs-Annahmestelle fungiert(e) das Büdchen an der Augsburger Straße. Fotos: Alexander Kaya

Das Schaufenster des Kiosk A2 ist bereits abgeklebt: „Wir werden den Kiosk zum 16. 12. schließen“ ist darauf zu lesen.

Der Parkplatz links vom Kiosk werde für die Anlieferung gebraucht.


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