Wird das Krankehaus Neu-Ulm geschwächt?

09. Mai 2016

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Jetzt herrscht Klinik-Alarm in Neu-Ulm


Mehr Gegenwind für Landrat Thorsten Freudenberger (CSU): Jetzt sprechen sich Neu-Ulmer Stadträte gegen den Ausbau der Illertisser Geburtshilfe aus.


MATTHIAS STELZER


Neu-Ulm. Mit seinem Vorschlag, an der Illertalklinik nun doch eine geburtshilfliche Hauptabteilung einzurichten, stößt der Neu-Ulmer Landrat auf immer mehr Widerstand. Nach der überfraktionellen Kritik aus Reihen der Weißenhorner Kreisräte (wir berichteten), melden sich nun auch Neu-Ulmer Stadträte zu Wort. Namens ihrer Fraktionen fordern Johannes Stingl (CSU), Antje Esser (SPD) und Stephan Salzmann (Pro Neu-Ulm) den Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg auf, das Thema Kliniken auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung am Mittwoch, 11. Mai, zu nehmen.


Einen Tag bevor der Kreistag am Donnerstag über den Beschlussvorschlag des Landrats entscheiden soll, wollen die Stadträte die Frage geklärt haben, welche Auswirkungen die Einrichtung der Hauptabteilung in Illertissen auf die beiden anderen Kreiskliniken in Neu-Ulm und Weißenhorn haben wird. Aus Sicht der Unterzeichner des Antrags werden die Einrichtung einer Hauptabteilung für Geburtshilfe in Illertissen und die damit verbundenen Kosten „innerhalb kurzer Zeit entweder die Privatisierung oder aber die Schließung einer oder mehrerer Kliniken“ nach sich ziehen.


Auf die Kommunen kämen derweil „nicht tragbare finanzielle Belastungen zu“, weil die Anlaufkosten und die zu erwartenden jährlichen Defizite allenfalls durch eine „massive Erhöhung der Kreisumlage“ zu bewältigen seien. Das Management der Klinik und die Chefärzte gingen von einer Verdopplung des jährlichen Defizits auf etwa fünf Millionen Euro aus. Deshalb hätten sich ja „alle Chefärzte“, die Stiftungsdirektoren, der Klinik-Personalrat, der Kreiskämmerer und die externe Gutachter sehr kritisch zum Aufbau einer Hauptabteilung gestellt. „Den Vorschlag von Herrn Landrat Freudenberger, entgegen allen Sachargumenten und Empfehlungen von Experten, können wir nicht nachvollziehen“, heißt es deshalb im Antrag der Neu-Ulmer Stadträte. Morgen berät der Krankenhausausschuss des Kreisrats über die Zukunft der Kreiskliniken.

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