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Finningen wird 700 Jahre jung!!! Wir gratulieren!!!!

05. Juni 2018

Lesen SIE bitte die SWP..

Ein ganzes Dorf in Festlaune


Vor 700 Jahren wurde Finningen das erste Mal urkundlich erwähnt. In einem Augsburger Archiv erhalten ist ein Dokument aus Pergament, mit Ulmer Siegel, aus dem Jahre 1318. In der Urkunde wurde festgelegt, dass der Ritter Burkhart von Ellerbach das Wiederkaufsrecht für den „Maierhof da bi der Kyrchun“ erhielt, und zwar von den Ulmer Patriziern Krafft und von Halle.


700 Jahre Finningen – das wird gefeiert, und zwar ein ganzes Wochenende lang, von Freitag bis Sonntag. Am Samstag wird Prof. Gisela Drossbach ihre neuesten Erkenntnisse zu dem Schriftstück darlegen. Sie ist Professorin für Rechtsgeschichte an der Universität Augsburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit knapp zwei Jahren arbeitet sie zusammen mit einem Team an der neuen Chronik für Finningen. Diese soll im Herbst fertig sein. Aus ihrer Feder stammt auch die jüngst präsentierte Ludwigsfelder Chronik.


Die Geschichte des Neu-Ulmer Stadtteils Finningen hat es auch Friederike Alt angetan. Sie war 24 Jahre lang Pfarrgemeinderätin von St. Mammas und verfasste eine kleine Chronik über St. Mammas. Zudem ist sie im Organisationsteam für das 700-Jahre-Fest. „Bereits aus der Jungsteinzeit, also vor rund 4500 Jahren, sind Besiedelungen unseres Gemeindegebietes durch archäologische Funde nachgewiesen“, erzählt Friederike Alt. Auch Reste eines römischen Wachturms, der zur Sicherung der Grenze Donau-Iller-Rhein-Limes diente, konnten nachgewiesen werden.


Historiker vermuten, dass Mitte des 9. Jahrhunderts die erste Kirche in Finningen gebaut wurde. Das Kloster Reichenau hatte große Besitztümer in der Region Ulm, so auch in Finningen. „In Reichenau verehrte man den zyprischen Heiligen Mammas, der unter Kaiser Aurelian in Kleinasien im Jahr 275 den Märtyrertod erlitten haben soll. Wir sind die einzige Kirche in Deutschland, die nach ihm benannt ist“, berichtet Friederike Alt.


Oft den Besitzer gewechselt


Der Ort Finningen wechselte oft den Besitzer. So unterstand das Gebiet dem Bistum Augsburg, im Jahr 1782 gehörte Finningen zum Kreisdistrikt Burgau und damit zu Österreich. 1803 wurde das Kloster Buxheim und der dazu gehörige Grundbesitz säkularisiert und dem Grafen von Ostein zugewiesen. Im gleichen Jahr erhielt Kurfürst Maximilian IV. Josef de jure die Rechtsnachfolge im Ulmer Winkel und somit wurde Finningen bayerisch. Im Jahr 1820 lebten dort 227 Menschen, heute sind es 1200. Im Jahr 1975 wurde Finningen nach Neu-Ulm eingemeindet.

Finningen Der heutige Neu-Ulmer Stadtteil hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Mit einer Urkunde nahm vor 700 Jahren alles seinen Anfang. Von Beate Storz


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